inside
Hab keine Religion, keine Werteskala, keine Ahnung von richtig und falsch. Sag mir an was kann ich mich festhalten? Der Sturm tobt um mich herum. Meine Gefühle verunsichern mich. Ist meine Seele wie eine leere Schale um einem höheren Willen zu folgen? Habe ich mich auf dieser Welt verirrt?
Zähnegeputzt sass sie da auf ihrem zu grossen Bürostuhl. Die Beine übereinandergeschlagen und auf den Monitor starrend. Aber da stand nicht etwa der Sinn des Lebens, ausgespuckt von einem Chatbot des einundzwanzigsten Jahrhunderts, nein nicht mal das Internet lief. Sie sass einfach nur da und starrte. Vielleicht schmort ihr Hirn schon, mag das Päärchen von gegenüber denken, dass während dem Essen immer mal wieder einen Blick durch das Küchenfenster hinüberwarf um zu kontrollieren ob sie immer noch da sass. Und sie sass noch.
Doch Gedanken kann man nicht sehen. Sie flogen nur so durch ihre Synapsen. Aus Hoffnung errichteten sie ein Luftschloss, von Glyzinien überwuchert stand es mitten auf einer kleinen wilden Insel. An den Fahnenmasten flatterten moosgrüne Flaggen und um die Türme flogen bunte Vogelscharen, im Chor sangen sie Lieder von Liebe und Glück. Doch konnte sie nicht alle Zeifel im Zaum halten. Unter gnadenlosen Attacken brach das Schloss schliesslich nach einem kurzen Gefecht in sich zusammen. Die Vögel waren zum singen, nicht zum kämpfen ausgebildet worden.
Schon flogen die Gedanken weiter, formierten sich im freien Fall zu Kindheitserinnerungen: Wie zitterte sie doch damals an der Kasse der Quartierladens vor Angst, die zwanzig Rappen könnten nicht genug Geld sein um das Röllchen mit den kleinen farbigen Zuckerplättchen zu kaufen. Es hat gereicht.
Die Gedanken lösen sich auf und formieren sich neu. Nun malen sie Weltbilder, im Stile von Miro und bunt wie die alternativen Marktstände mit ihren Batiktüchern. Abstrakt malen sie existierende Allmacht, freien Willen und blindes Vertrauen. Doch der tosende Krieg zwischen Vernunft und Fantasie fordert Kriegsopfer, die Bilder brennen lodernd auf den Ruinen des Luftschlosses.
Weiter ziehen die Gedanken, wandern durch die Landschaft meines Lebens. Mit Rotstift markieren sie jede Unstimmigkeit bis ich den roten Faden nicht mehr finde. Hinterrücks bespringt mich die Verzweiflung und drückt mir die Luft aus den Lungen.
Das Päärchen gegenüber ist schon lange Schlafen gegangen. Nur noch ganz selten fahren Autos durch die Strasse und ergänzen das Gekrächze aus dem Radio mit einem kurzen Rauschen. Es ist Nacht.
Doch Gedanken kann man nicht sehen. Sie flogen nur so durch ihre Synapsen. Aus Hoffnung errichteten sie ein Luftschloss, von Glyzinien überwuchert stand es mitten auf einer kleinen wilden Insel. An den Fahnenmasten flatterten moosgrüne Flaggen und um die Türme flogen bunte Vogelscharen, im Chor sangen sie Lieder von Liebe und Glück. Doch konnte sie nicht alle Zeifel im Zaum halten. Unter gnadenlosen Attacken brach das Schloss schliesslich nach einem kurzen Gefecht in sich zusammen. Die Vögel waren zum singen, nicht zum kämpfen ausgebildet worden.
Schon flogen die Gedanken weiter, formierten sich im freien Fall zu Kindheitserinnerungen: Wie zitterte sie doch damals an der Kasse der Quartierladens vor Angst, die zwanzig Rappen könnten nicht genug Geld sein um das Röllchen mit den kleinen farbigen Zuckerplättchen zu kaufen. Es hat gereicht.
Die Gedanken lösen sich auf und formieren sich neu. Nun malen sie Weltbilder, im Stile von Miro und bunt wie die alternativen Marktstände mit ihren Batiktüchern. Abstrakt malen sie existierende Allmacht, freien Willen und blindes Vertrauen. Doch der tosende Krieg zwischen Vernunft und Fantasie fordert Kriegsopfer, die Bilder brennen lodernd auf den Ruinen des Luftschlosses.
Weiter ziehen die Gedanken, wandern durch die Landschaft meines Lebens. Mit Rotstift markieren sie jede Unstimmigkeit bis ich den roten Faden nicht mehr finde. Hinterrücks bespringt mich die Verzweiflung und drückt mir die Luft aus den Lungen.
Das Päärchen gegenüber ist schon lange Schlafen gegangen. Nur noch ganz selten fahren Autos durch die Strasse und ergänzen das Gekrächze aus dem Radio mit einem kurzen Rauschen. Es ist Nacht.
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Die Hoffnung in meinem Herzen ist gestorben. Mit der Vorahnung auf Unglück und Schmerzen reisst schon das Verlieben eine Wunde in mein Herz.
Er hat sicher eine Freundin die er, mann-gerecht, einfach nicht erwähnt. Verknallt sich in eine meiner Freundinnen oder ignoriert meine schüchteren Annäherungsversuche.
Der Funken Hoffung der mir zwangsweise noch bleibt wird nur von der Vernunft aufrechterhalten: Nein, es ist nicht Gottes Plan, dass du einsam und als Jungfrau sterben wirst. Es hat sich nicht die ganze Welt verschworen und lacht hinter deinem Rücken über dich.
Auch du kannst dein Glück in der Liebe finden.
"Haha, wer's glaubt!" tönt es dumpf aus dem Bauch.
Verdammt. Warum?
Warum weiss ich nicht wie es ist am Morgen neben einem Geliebten aufzuwachen. Warum habe ich noch nie jemanden in der Metro geküsst. Warum weiss ich nicht wie es ist wenn jemand meinen Bauch liebkost. Warum will mich nie der Mann den ich will?
Er hat sicher eine Freundin die er, mann-gerecht, einfach nicht erwähnt. Verknallt sich in eine meiner Freundinnen oder ignoriert meine schüchteren Annäherungsversuche.
Der Funken Hoffung der mir zwangsweise noch bleibt wird nur von der Vernunft aufrechterhalten: Nein, es ist nicht Gottes Plan, dass du einsam und als Jungfrau sterben wirst. Es hat sich nicht die ganze Welt verschworen und lacht hinter deinem Rücken über dich.
Auch du kannst dein Glück in der Liebe finden.
"Haha, wer's glaubt!" tönt es dumpf aus dem Bauch.
Verdammt. Warum?
Warum weiss ich nicht wie es ist am Morgen neben einem Geliebten aufzuwachen. Warum habe ich noch nie jemanden in der Metro geküsst. Warum weiss ich nicht wie es ist wenn jemand meinen Bauch liebkost. Warum will mich nie der Mann den ich will?
In Momenten wie diesem, wird mir bewusst wie sehr ich von meiner Umwelt abhängig bin. Versagt sie mir augenscheinlich ihre Zuneigung, ihre Liebe, ihr Interesse, so fühle ich mich unnützer als der Riss in meiner Tapete.
Manchmal, wenn ich mich des Lebens müde fühle, hätte ich gerne einen Gott, eine Göttin an ich bedingungslos glaubte, eine Macht der ich mein Schicksal in die Hände legen könnte.
Könnte ich doch nur daran glauben das die Welt gut ist, dass jedes Leben und jede Handlung, einfach Alles genauso sein muss, wie es ist. Dass jeder Mensch mit all seinen Gefühlen, jede Bombe mit ihrer ganzen Zerstörungsmacht, jeder Grashalm in seiner Unscheinbarkeit, jeder Blick und jedes Geräusch seinen Sinn und Zweck hat.
Dass es einen Plan gibt dem alles folgt, der zu einem Ziel führt.
Bin ich damit gestraft, dass ich jede meiner formulierten Wahrheiten hinterfragen und irgendwann wieder verwerfen muss?
"Hat jeder Mensch einen guten Kern?"
"Ja."
"Kann mann diesen Kern eines Menschen zerstören?"
"Ja."
"Hat jeder Mensch einen guten Kern?"
"Nein."
Die Zweifel die sich in meinen Kopf einschleichen: "Dein Leben ist nur inszeniert, jeder weiss es ausser Dir." - "Jemand liest deine Gedanken." - "Deine Gedanken beeinflussen die Wirklichkeit." ... zehren am Vertrauen zu meinem Weltverständniss.
Lebe ich am Rand des Wahnsinns?
Lebt die Menschheit am Rand des Wahnsinns?
Das schwere Blau der noch jungen Nacht lastet auf mir.
Wie ein dunkelblaues Elefantenbaby das sich weich und schwer auf meiner Brust niedergelassen hat um sich auszuruhen und sich von meinen schweren Atemzügen in den Schlaf wiegen zu lassen.
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